Stay in touch for the latest updates, research and special programs.


Advanced Aesthetic and Preventive Dentistry

Simulation des Lächelns

Als Teil einer neuen Welle computerbasierter Zahnarzttechnologien, wird heute Software zur Simulation des Lächelns von verschiedenen Herstellern und Anwendern angeboten. Diese befähigt Zahnärzte, das Design des Lächelns zu visualisieren und zu kommunizieren. Für Patienten ist diese Visualisierung oft sehr hilfreich und ziemlich emotional. Wie jede neue Technologie, gibt es auch hier Fallstricke, die Patienten kennen sollten:

  1. Eine Simulation des Lächelns alleine hat nur einen kosmetischen Wert. Sie muss weiter getestet werden um zu sehen, ob das prototypische Lächeln auch wirklich in der Realität erreicht werden kann.
  2. „Form folgt Funktion“. Jede Änderung an Form und Position der Zähne wird auch einen funktionellen Einfluss haben, beim Kauen, Sprechen und sogar beim Atmen. Ein digitaler Prototyp des Lächelns alleine kann keine Auskunft über den funktionalen Status des Patienten geben und kann dazu verleiten, die Funktion die für die Vermeidung von Zahnproblemen gegeben sein muss, zu vernachlässigen.
  3. Die Farbwiedergabe des Computerbildschirms kann von der finalen realen leicht abweichen. Zahnstruktur und Zahnkeramik besitzen differenzierterere optische Eigenschaften, die nicht von flachen Bildschirmen repliziert werden können.

Digitalfotografie hat einen hohen Wert, soll aber nicht dazu verwendet werden, die Patienten so emotional zu manipulieren, dass sie einer ästhetischen Behandlung zustimmen (siehe Ausführung dazu im Artikel „ Esthetic and Functional Dental Digital Imaging“. Costin Marinescu, CONTEMPORARY ESTHETICS, 2007, p. 28-32.). Derartige Technologie sollte nur dazu verwendet werden, eine bereits aufgebaute, umfassende Diagnose zu bestätigen und eine Behandlung zu visualisieren, die zugleich medizinisch notwendig und funktional möglich ist. Die digitale Prototypenentwicklung des Lächelns ist besonders nützlich um die Erwartungen des Patienten mit der medizinischen Notwendigkeit zusammen zu bringen.

Wann und wie sollte die Prototypenentwicklung des Lächelns durchgeführt werden?

Nur zusammen mit anderen Techniken und Fertigkeiten, die die unzähligen Fallstricke dabei ergänzen:

  1. Ein reversibles Modell (Verbundmaterial, das vorübergehend auf die Zähne geformt wird aber nicht geklebt) kann zeigen, ob die neue Zahnform und Zahnposition vom Patienten toleriert werden kann beim sprechen, kauen und im Gesicht integriert ist.
  2. Eine funktional-integrierte Wachskonstruktion kann bestätigen, ob die Geometrie der Kiefergelenke und die Dynamik der Muskeln toleriert werden und das neue Design des Lächelns akzeptiert werden kann.
  3. Ein am Computer gestaltetes und hergestelltes Provisorium kann wertvolles Feedback liefern über die Reflexion des Lichts bzw. die Lichtbrechung mit der Zahnoberfläche, Farbtiefe bzw. Farbverteilung, Lichtdurchlässigkeit und Textur. Auf diese Weise kann das Design des Lächelns von unterschiedlichen Lichtwinkeln und in verschiedenen Umgebungen beurteilt werden.

Zusammenfassend ist eine digitale Simulation des Lächelns nur der Anfang auf dem Weg zur Erkenntnis, wie eine zahnmedizinisch notwendige Behandlung auch das Aussehen, den Charakter und die Biologie des Patienten vervollständigen kann.

Costin Marinescu
Dr.-medic stom., D.D.S. (USA)